Interview with Tati from In Capital letters

Today, we would like to welcome Tati. She is a change maker who shows through her personal blog and instagram how to life zero waste. She talks about all important routines and changes you can approach to life more sustainable.

Therefore, we wanted to ask her a few questions regarding her lifestyle. You can read the interview in German as well as in English.

English

I am Tati, 21 years old and always trying to make a better world! I came to the subject of Zero Waste through my geography studies.

1. Why did you decide to go zero waste?

At the beginning of my studies, I learned about biodiversity, the importance of the soil, climate change, etc. I was very motivated to enhance my knowledge about the environment and its current problems.

However, gradually I realized that me as well as my friends knew much about  the environment and sustainability, but we didn’t change our way of  living. We had a coffee-to-go after each lecture that piled in the bin and bought few organic food. I was very annoyed with this careless behavior and all the trash produced. But, I wasn’t being better. Although I had a reusable stainless steel bottle and tons of vegetables available, I was also buying plastic packed products daily. When we went on vacation we didn’t use to care about animal welfare or fair working conditions. However, when I realized this, I decided to change the way I was living and so did my boyfriends. Therefore, step by step, we turned our lives upside down and began to think about achieving a sustainable lifestyle. Currently, we are incredibly happy about our change.

That was back in October 2016. Since that moment my life, as well as my boyfriends, has changed completely. We avoid using plastic as much as possible and pay much more attention to organic labels – whether in clothing or food. We began to think twice all our actions to live as environmentally conscious as possible. However, we also learned that  the path towards sustainability should be slowly followed – some steps are easier than others. Because, we didn’t want just to reduce our footprints, but also to inspire and motivate other people, I created my blog InCapitalLetters. In addition, I also volunteer at Greenpeace.

2. Are there any aspects where you cannot avoid plastic waste?

First and foremost, we don’t ever avoid plastic waste on health-related items. Luckily we are healthy and don’t need medicines very often, therefore we almost don’t produce this kind of waste. Additionally, some of our plastic waste origins from technological devices which contain plastic, therefore we try to buy them second-hand first.

However, we do really miss buying plastic-packed chips. Sometimes we still buy them despite their plastic packaging. But, we also get plastic packaged food when it is close to the expire, to save it from being wasted. Anyway, I think going zero waste doesn’t mean to get rid of everything but changing what you buy. For me, sustainability is about alternatives.  For example, to look for non-packaged alternatives to those products that we used to buy plastic-wrapped. Also to go first for bulk or DIY alternatives. One idea is to make cosmetics or cleaning products yourself to save some plastic waste.

Thus, the most important is to find alternatives. But, in some aspects is pretty difficult to go plastic free, such in gift-related occasions. It takes a lot of energy to explain that you are trying to go Zero Waste. For example when someone gifts me with plastic wrapped chocolate or candy.  In order to avoid this, I tried to let my family and friends know the presents I wish as accurately as possible: instead of a new book they can look for a second hand one and to use newspaper for wrapping; instead a chocolate bar, fresh vegetables from my grandmother’s garden or handmade jam.

3. What tips would you give to someone who is looking to reduce his/her plastic waste?

The most important tip for me to avoid waste is to always carry a stainless steel bottle as well as  some cloth bags in your pockets. This way it’s easier to buy bread as well as plastic-free fruit and veggies either on the market or supermarket. However, regional and seasonal foods are often unpacked, that’s one of the reasons why I prefer to get them too. Finally, if there is a bulk store in your neighborhood this is the  best solution to avoid plastic.

At bulk stores, you will find almost all plastic-free products that you need in everyday life. In case it is not possible for you to buy completely in bulk, you can alternatively order food in large amounts. This way, you will have to buy only monthly or yearly some goodies.

“The scarcest resource is not oil, neither is gas nor uranium; it is the time we have left to adapt our behaviors to the demands and limitations of our environment. “

Russel Train

With all being said, I hope to encourage as many people as possible to act, because we must act NOW

 

 

 

Deutsch

Auf das Thema Zero Waste bin ich durch mein Geographiestudium gekommen. Zu Beginn des Studiums lernte ich viel über Biodiversität, die Bedeutung unseres Bodens, den Klimawandel ect.

1. Wie bist du zu Zero waste gekommen?

Ich war sehr motiviert ganz viel Wissen über meine Umwelt und die derzeitigen Probleme zu sammeln. Nach und nach merkte ich allerdings, dass meine Freunde in der Universität und ich zwar einiges über die Umwelt sowie Nachhaltigkeit lernten, aber nichts änderten. Nach jeder Vorlesung stapelten sich die Kaffee-to-Go-Becher im Mülleimer und nur die wenigsten Studenten kauften Lebensmittel in Bioqualität. Ich ärgerte mich sehr über das achtlose Verhalten meiner Mitschüler und den ganzen Müll. Dabei war ich nicht besser.

Ich hatte zwar bereits eine Trinkflasche aus Edelstahl und einige Gemüsenetzt, aber kaufte auch täglich in Plastik verpackte Produkte. Ich flog in Urlaub und machte mir keine Gedanken über Tierwohl oder faire Arbeitsbedingungen. Als ich dies erkannt hatte, nahm ich mir vor mein Leben sowie das meines Freundes zu ändern. Schritt für Schritt wollte ich unser Leben auf den Kopf stellen und so einen Weg in Richtung mehr Nachhaltigkeit gehen. Bis heute bin ich unglaublich froh über diese Veränderung.

Das war im Oktober 2016. Inzwischen haben mein Freund und ich einiges in unserem Leben verändert. Wir haben Plastik so gut es geht aus unserer gemeinsamen Wohnung verbannt und achten viel mehr auf Biosiegel – egal ob bei Kleidung oder Lebensmitteln. Wir haben uns vorgenommen unser Handeln immer wieder zu überdenken und so möglichst umweltbewusst zu leben. Dabei lernen wir täglich dazu, denn den Weg in Richtung mehr Nachhaltigkeit kann man nur Schritt bei Schritt gehen – einige Schritte sind größer, andere kleiner.

Ich möchte aber nicht nur unser Leben grüner gestalten, sondern auch andere Menschen Inspirieren und Motivieren. Aus diesem Grund entstand mein Blog InCapitalLetters. Zusätzlich engagiere ich mich auch noch ehrenamtlich bei Greenpeace.

2. Was kannst du nur schwer vermeiden?

In erster Linie kann ich nicht auf in Plastik verpackte Medikamente verzichten. Da ich diese zum Glück nicht oft brauche, fällt nur wenig bzw. selten Müll an. Auch technische Geräte enthalten oft Teile aus Plastik, weshalb ich versuche diese gebraucht zu kaufen.

So richtig vermisse ich nur in Plastik verpackte Chips. Da ich nicht ganz auf sie verzichten kann, kaufe ich sie manchmal trotz ihrer Plastikverpackung. Ich habe zum Beispiel auch schon bewusst Chips gekauft, bei den das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten war. Lebensmittel vor dem Abfall zu retten finde ich nämlich deutlich wichtiger, als meinen persönlichen Anteil an Plastikmüll zu reduzieren.

Gleichzeitig denke ich auch, dass man sich nicht alles verbieten sollte. Mein nachhaltigeres Leben bedeutet für mich vor allem Alternativen zu finden. Produkte, die ursprünglich in Plastik verpackt waren, versuche ich jetzt entweder verpackungsfrei zu bekommen oder auch in einem Glasgefäß oder in einer Pappverpackung zu kaufen. Auch das Selbermachen von Kosmetik oder Putzmitteln spart viel Müll. Man muss also oft einfach nur eine gute Alternative finden.

Eine Müllquelle, die sich allerdings nur schwer kontrollieren lässt, sind gutgemeinte Geschenke von Freunden oder der Familie. Es bedarf viele Gespräche um zu erklären, dass man selber Müll sparen möchte und versucht Zero Waste zu leben. Die eingepackte Schokolade ist ja gut gemeint, aber so wirklich freuen kann ich mich nicht über sie. Deshalb habe ich schon früh versucht mir meine Geschenke so genau wie möglich zu wünschen. Das bedeutet, dass ich zum Beispiel nicht einfach ein Buch zum Geburtstag haben möchte, sondern ein gebrauchtes Buch, welches in Zeitungspapier eingewickelt ist. Anstatt der Tafel Schokolade freue ich mich dann über frisches Gemüse aus dem Garten meiner Oma oder eingekochte Marmelade.

3. Welche Tipps kannst du jemanden, der Plastik vermeiden möchte, geben?

Der wichtigste Tipp zum Müllsparen ist für mich immer eine eigene Trinkflasche aus Glas oder Edelstahl dabei zu haben. Außerdem ein großer Vorteil ist es in jede Tasche einen Stoffbeutel zu packen. Mit einem Stoffbeutel kann man nämlich Obst und Gemüse auf dem Markt oder auch im Supermarkt ohne Plastikverpackung einkaufen. Dabei sind regionale und saisonale Lebensmittel oft unverpackt. Ein Grund warum ich diese auch bevorzuge. Zusätzlich ersetzt der Stoffbeutel die Brötchentüte beim Bäcker und ist einfach eine universelle Verpackung.

Außerdem kann ich einen Einkauf im Unverpacktladen empfehlen. Hier findet man alle plastikfreien Produkte, die man im Alltag so braucht. Wer es nicht schafft regelmäßig im Unverpacktladen einzukaufen, der sollte sich überlegen, ob er nicht monatlich oder mehrmals im Jahr einen Großeinkauf mit den Grundnahrungsmitteln macht. Auch Großpackungen mit Reis oder Nudeln sparen unglaublich viel Müll.

„Die knappste Ressource ist nicht das Öl, nicht das Gas und auch nicht das Uran; es ist die Zeit, die wir noch haben, um unsere Verhaltensweisen den Anforderungen und Grenzen unserer Umwelt anzupassen.“ 

Russell Train

In diesem Sinne hoffe ich möglichst viele Menschen zum Handeln zu ermutigen, denn wir müssen JETZT handeln.

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